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Neun Cybersicherheitstrends, die das Leben in Smart Cities prägen

Neun Cybersicherheitstrends, die das Leben in Smart Cities prägen

Smart Cities bieten ein urbanes Erlebnis, das effizient, nachhaltig und selbstbestimmt ist, wobei vernetzte Geräte den Bürgern die Kontrolle über alles ermöglichen – von der Mobilität bis hin zu Haushaltsgeräten. Doch so wie die Technologie immer intelligenter wird, werden auch die Cyberkriminellen, die sie ausnutzen – und auch die Art und Weise, wie wir uns schützen und Cybersicherheit in unser Leben integrieren, entwickelt sich ständig weiter.

Veröffentlicht 19.10.2023

Smart Cities verbinden alle Menschen und alles miteinander – und Cybersicherheit ist mittlerweile unverzichtbar, um den reibungslosen Ablauf in unseren Städten, unserer kritischen Infrastruktur und unserem Alltag zu gewährleisten, während Sicherheitslücken weitreichende und gefährliche Folgen haben könnten.

Welche neuen und aufkommenden Bedrohungen und Chancen gibt es, und wie können wir den Risiken einen Schritt voraus sein?

Senior Asian man using smartphone with city view from window in the background.
Smarte Geräte sind bereits ein fester Bestandteil unseres Alltags.

1. Risiken für die Cybersicherheit sind allgegenwärtig

Der Wert unserer Daten steigt stetig an. Und laut Europol nehmen auch Datenlecks immer häufiger zu, wobei Cyberkriminelle immer aggressivere Methoden anwenden.

Phishing, Ransomware, Malware und Social Engineering gehören zu den typischen Bedrohungsszenarien, denen Smart Cities ausgesetzt sind. Unterdessen entwickelt sich die Cyberkriminalität zu einer eigenen, florierenden „as a Service“-Branche.

Erfahrene Hacker verkaufen ihr Know-how an angehende Kriminelle, während auf Untergrundmärkten alles von Malware bis hin zu gestohlenen Zugangsdaten erworben werden kann.

2. Die Cyber-Angriffe nehmen zu

Das immer schnellere 5G-Internet und das wachsende „Internet der Dinge“ – vernetzte Geräte, die von Spielzeug über Thermostate bis hin zu Rollern und Autos reichen – bedeuten eine massive Zunahme der Angriffsflächen, die ausgenutzt werden können.

Ein schwaches oder Standardpasswort für Ihren Smart-Kühlschrank oder Fernseher macht es Cyberkriminellen leicht, an Ihre Daten zu gelangen.

Im größeren Maßstab könnte ein Hacker das Stromnetz eines ganzen Gebäudes lahmlegen, um Lösegeld zu erpressen, oder – schlimmer noch – ein massiver Cyberterror-Angriff auf kritische Infrastruktur – wie in der Ukraine zu beobachten – kann eine ernsthafte Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellen.

Man and woman walking in the elevator hall.
Vernetzte Technologien können die Effizienz, Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit öffentlicher Räume und Büros verbessern, bringen jedoch auch neue Bedrohungen für die Cybersicherheit mit sich.

3. Künstliche Intelligenz – Chancen und Risiken

Generative KI hat heute vieles möglich gemacht, was noch vor wenigen Jahren wie Science-Fiction wirkte. Viele von uns versuchen daher, die Vorteile der KI für sich zu nutzen – und dazu gehören auch Cyberkriminelle.


KI ermöglicht überzeugendere und ausgefeiltere Telefonbetrugsmaschen – beispielsweise durch den Einsatz von Technologie, um die Stimmen von Angehörigen in Not zu klonen und so Lösegeldzahlungen zu erpressen. Positiv zu vermerken ist, dass KI ein Verteidigungsinstrument zur effektiven Erkennung und Überwachung von Sicherheitsbedrohungen darstellt.


Für KONE tragen KI-basierte Analysen zur Verbesserung der vorausschauenden Wartung bei: Sie ermöglichen es, zukünftige Wartungsbedürfnisse zu antizipieren und Probleme zu identifizieren, bevor sie zu Störungen führen.

4. Wir alle werden zu Cyber-Bürgern

All diese rasanten Fortschritte lassen Cybersicherheit vielleicht wie ein rein technisches Problem erscheinen, doch es ist ebenso eine Frage menschlicher Fehlbarkeit.

Ein gewiefter Betrüger kann Sie dazu bringen, auf so gut wie alles zu klicken, wenn er die richtigen Informationen über Sie hat. Cybersicherheit liegt heutzutage in der Verantwortung jedes Einzelnen, da die Nachlässigkeit einer Person eine ganze Gemeinschaft gefährden kann. Das bedeutet, dass wir alle auf dem Laufenden bleiben und uns für Cybersicherheit sensibilisieren müssen, um unsere wertvollen Daten zu schützen.

Die Cyber-Citizen-Initiative der EU zielt darauf ab, das Bewusstsein und die Kompetenzen der europäischen Bürger im Bereich Cybersicherheit zu stärken. Dazu gehört die Entwicklung eines Lernportals und von Bildungsmaterialien zum Thema Cybersicherheit.

Rear view of family sitting on sofa at home with technical devices.
Das Bewusstsein für Cybersicherheit spielen in der heutigen Welt eine entscheidende Rolle.

5. Physische Sicherheit trifft auf Cybersicherheit

Wir alle wissen, warum wir Rauchmelder und Einbruchmelder brauchen, aber in den Smart Cities von heute ist derselbe Ansatz auch für die digitale Sicherheit von entscheidender Bedeutung.

Wir bei KONE sind uns bewusst, dass die Cyber-Sicherheit eines Aufzugs genauso wichtig ist wie physische Sicherheitsmaßnahmen. Deshalb stehen bei der Entwicklung unserer Produkte und Lösungen die Cybersicherheit von Anfang an im Mittelpunkt.

6. Unser sich wandelnder Umgang mit dem Datenschutz

IoT-Geräte und intelligente Technologien erleichtern unser Leben zweifellos, doch dabei sammeln sie riesige Datenmengen – von unserem Standort über unsere Gesundheit und unseren Lebensstil bis hin zu unseren Ausgabegewohnheiten. 

Viele Nutzer achten mittlerweile stärker auf ihre Datenschutzeinstellungen und sind sich der potenziellen Risiken bewusst, die mit intelligenten Geräten verbunden sind. Doch wie können intelligente Gebäude und Städte die Nutzung all dieser Informationen so ausbalancieren, dass sie die Lebensqualität der Bewohner verbessern und gleichzeitig das Recht des Einzelnen auf Privatsphäre wahren?

 
Für KONE bedeutet die Antwort auf diese komplexe Frage, sicherzustellen, dass unsere vernetzten Geräte Daten in angemessener und anonymisierter Weise erfassen und dass alle Informationen sicher und im Einklang mit den einschlägigen Datenschutzbestimmungen und -grundsätzen behandelt werden.

7. Recht und Ordnung im Cyberspace

Die Technologie zur Abwehr vieler Formen der Cyberkriminalität ist bereits vorhanden – doch rechtliche Anreize würden diesen Schutz weiter verbreiten. Eine Reihe von Bedrohungen könnte abgewehrt werden, wenn Gerätehersteller gesetzlich verpflichtet wären, Cybersicherheitslösungen und Software-Patches bereitzustellen.

Die Europäische Union hat mit der NIS2-Richtlinie und dem vorgeschlagenen Cyber Resilience Act bedeutende Schritte zum Schutz kritischer Infrastrukturen unternommen, doch die Regulierung des Cyberspace bleibt ein lückenhaftes und umstrittenes Thema, und es gibt keine einheitlichen Cybersicherheitsstandards.

Man showing smartphone to access office building through turnstiles.
Smart-Geräte sammeln zahlreiche Informationen über ihre Nutzer.

8. Stärkung der Widerstandsfähigkeit durch Cybersicherheitsstandards

Dank der Zusammenarbeit innerhalb der Branche hat sich der IoT-Markt in letzter Zeit erfreulich weiterentwickelt. Ein wegweisendes Beispiel hierfür ist die im vergangenen Jahr eingeführte erste ISO-Norm für Cybersicherheit bei Aufzügen, Rolltreppen und Fahrsteigen.

KONE spielte eine Schlüsselrolle bei der Ausarbeitung dieser Norm, die sicherstellt, dass bei der Konstruktion jeder neuen Anlage erstklassige Cybersicherheit integriert wird. In einem KONE-Aufzug können Sie sich darauf verlassen, dass das Risiko böswilliger Eingriffe von vornherein minimiert ist.

9. Die zunehmende Bedeutung des Ethical Hacking

Nicht alle Hacker sind Kriminelle. Die schnell wachsende und hochqualifizierte Community der ethischen Hacker besteht aus Einzelpersonen und Gruppen, die ihre Cyber-Kompetenzen einsetzen, um Unternehmen dabei zu helfen, Schwachstellen in ihren Produkten, Dienstleistungen und Systemen aufzudecken, bevor dies böswilligen Akteuren gelingt.

KONE engagiert freundliche „White-Hat“-Hacker, um seine Cybersicherheitsmaßnahmen bei Meetups wie dem Disobey Nordic Security Event sowie im Rahmen sogenannter „Bug-Bounty“-Programme zu testen. Dabei erhalten Computerexperten Belohnungen für das Aufdecken von IT-Schwachstellen, die dann behoben werden, bevor sie ausgenutzt werden können.

Kurzes Glossar zur Cybersicherheit

  • Phishing: Ein betrügerischer Versuch, eine Person dazu zu verleiten, sensible Informationen preiszugeben, indem man sich als vertrauenswürdige Instanz ausgibt, häufig per E-Mail.
  • Malware: Bösartige Computersoftware, die darauf ausgelegt ist, Computersysteme zu beschädigen, zu stören oder sich unbefugten Zugriff darauf zu verschaffen.
  • Ransomware: Eine Form von Malware, die den Zugriff der Nutzer auf ihre Dateien oder Geräte sperrt und eine Zahlung verlangt, um den Zugriff wiederherzustellen.
  • IoT: Internet der Dinge – das Netzwerk miteinander verbundener Geräte (wie Smart-Home-Geräte, Wearables, industrielle Sensoren), die über das Internet kommunizieren und Daten austauschen.
  • Sicherheitslücke: Eine Schwachstelle oder ein Fehler in einem System, Netzwerk oder einer Anwendung, die von Angreifern ausgenutzt werden könnte.
  • OT: Operational Technology (Betriebstechnik) bezeichnet die Hardware und Software, die zur Überwachung und Steuerung physischer Geräte, Prozesse und Infrastrukturen in Branchen wie der Fertigung und dem Transportwesen eingesetzt wird.

Cybersecurity bei KONE Lösungen & Services

News & Stories zum Thema Cybersecurity

Two people discussing about work with laptop.

Wie freundliche Hacker dazu beitragen, uns zu schützen

Ethisches Hacking etabliert sich zunehmend als weitere Methode zum Schutz vor Cyberangriffen, die darauf abzielen, Benutzerdaten zu stehlen, Netzwerke lahmzulegen oder sogar Kundendaten zu verschlüsseln, um Lösegeld zu erpressen. Neben dem Ausbau der eigenen Cybersicherheitskompetenz greift KONE auf die Fähigkeiten von „freundlichen Hackern“ zurück und fordert diese unter anderem bei hochkarätigen Treffen wie dem „Disobey Nordic Security Event“ heraus.

Businesspeople talking in an elevator

Mehr Sicherheit mit dem Cybersicherheit-Standard ISO 8102

Die erste ISO-Norm für Cybersicherheit bei Aufzügen, Rolltreppen und Fahrsteigen ist ein wichtiger Schritt, um einen ununterbrochenen Personenfluss zu gewährleisten, „böswillige Akteure“ fernzuhalten und immer sicherere digitale Ökosysteme zu schaffen. Für KONE, das von Anfang an eine Schlüsselrolle bei der Ausarbeitung der Norm gespielt hat, könnte nichts wichtiger sein.

A KONE technician holds a mobile device while standing on a busy urban street.

Sieben Ziffern für sichere digitale Dienste

Der Name IEC 62443-4-1 ist vielleicht nicht sehr einprägsam. Er steht aber für eine internationale Norm für sichere Anforderungen an den Lebenszyklus der Produktentwicklung in der industriellen Automatisierung und Steuerungstechnik. KONE hat die Zertifizierung für diese Norm erhalten - und bietet Kunden ein noch höheres Sicherheitsgefühl.

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Die unsichtbaren Schutzmechanismen vor Cyberangriffen

Petteri Rantanen, Chief Information Security Officer bei KONE, befasst sich eingehend mit den sich wandelnden Rahmenbedingungen der Cybersicherheit in Smart Cities und untersucht, wie Cyberbedrohungen mit Aufzügen und Gebäuden zusammenhängen. Er spricht über die künftigen Herausforderungen der Branche und berichtet, wie es ist, zwei Jahrzehnte Fachwissen in diesen spannenden neuen Sektor einzubringen.

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Cyber-Response-Team für mehr Cybersicherheit

KONE schützt Menschen, Produkte und Services mit einem starken Cyber-Response-Team und moderner Sicherheitsarchitektur. KONE setzt auf eine mehrstufige Sicherheitsarchitektur und ein spezialisiertes Cyber-Response-Team, um Menschen, Produkte und Services effektiv vor digitalen Bedrohungen zu schützen. 

 
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Cybersecurity bei Aufzügen

Wie Betreiber von Aufzügen (fachlich korrekt: Arbeitgeber von Aufzügen) ihre Anlagen vor digitalen Bedrohungen schützen – und warum das Thema jetzt wichtiger ist denn je. Was früher rein mechanisch funktionierte, ist heute Teil vernetzter Smart-Building-Systeme. Damit steigt auch die Relevanz von Cybersecurity bei Aufzügen.  

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