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Design für die Menschen der Städte von morgen

Umwandelbar. Multisensorisch. Interaktiv. So sieht Timo Tiainen, Direktor für Konzepte und Design bei KONE, den Aufzug der Zukunft.

Der Aufzug der Zukunft wird auf die individuellen Bedürfnisse und Erfahrungen der Menschen reagieren und viele der manuellen Aktionen, die wir jetzt mit der Aufzugsfahrt durchführen, werden automatisiert. Selbst die verbleibende Interaktion wird menschenähnlicher, wobei Aufzüge Sprache und Gestik erkennen.

Wird der Aufzug noch als Aufzug erkennbar sein? Sicher. Ich denke, einige der traditionellen Designs, wie die Wände und die Decke, werden erhalten bleiben. Aber auch ihre Rolle hat sich bereits über ihre traditionelle Funktion als Schutzhülle hinaus verschoben. Mit neuen und aufkommenden audiovisuellen Technologien können diese grundlegenden Strukturen bereits genutzt werden, um das Erlebnis der Aufzugsfahrt zu verbessern. Wir beginnen auch, mehr uneingeschränkte Lösungen zu sehen, die es uns ermöglichen, den Aufzugsraum anders zu erleben.

Wenn wir Lösungen entwerfen, entwerfen wir sie für die Zukunft. Deshalb beginnt der Prozess immer mit der Erforschung der Kunden- und Nutzerbedürfnisse über die gesamte Lebensdauer eines Gebäudes. Wir schauen voraus auf das, was in einigen Jahren kommen könnte. Durch das Design können wir Lösungen anbieten, die sich an die möglichen Veränderungen anpassen lassen, und das ist für uns ein Differenzierungsmerkmal

Von außen gesehen von innen nach außen gesehen

Wenn wir mit dem Entwurfsprozess beginnen, schauen wir zuerst auf die äußere Umgebung und suchen nach Inspiration in unserer Umgebung. Da nicht alle Trends universell sind, untersuchen wir Ereignisse und Phänomene in verschiedenen Teilen der Welt. Wir betrachten auch menschliches Verhalten, den Wandel von Werten und Kulturen und wie wir unsere Erkenntnisse darüber in das Design einfließen lassen können.

Die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden und den Menschen, die unsere Lösungen nutzen, ist für uns von großem Wert. Schließlich entwerfen wir keine Lösungen für uns selbst. Anstatt von unserem isolierten Studio aus zu arbeiten, arbeiten wir vor Ort: Wir sind dort, wo die eigentliche Dienstleistung oder das Produkt eingesetzt wird. So bringen wir kontextuelles Bewusstsein in unsere Lösungen.

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Im Moment sehen wir drei große Phänomene, die Einfluss darauf haben, was wir entwerfen und wie wir es gestalten, um dem Lauf der Zeit zu widerstehen. Erstens der Wohlfühltrend, der sich in den Werten, Entscheidungen und Lebensstilen der Menschen sowie in Architektur und Planung widerspiegelt.

Zweitens ist das Wachstum der digitalen Technologie, die unsere Umwelt digital verwandelbar macht, und Menschen, Gebäude und Maschinen zunehmend miteinander vernetzt.

Der dritte Trend ist die Verschmelzung von Kulturen, Traditionen und neuen Technologien, die durch die sich verändernden Infrastrukturen, die wir in Gesellschaften sehen, angetrieben werden. Leere, alte, industrielle Räume, die zu hochmodernen Entwicklungen umgebaut werden, sind ein Beispiel dafür.

Was wir auch sehen, ist, dass die alte Designregel, die wir für die Menschen und mit den Menschen schaffen sollten, heute noch zutreffender ist als noch vor fünf Jahren. Als Ausgangspunkt für unsere weitere Arbeit richten wir uns zunehmend an den Bedürfnissen der Menschen, die unsere Lösungen nutzen. Wir werden weiterhin untersuchen, wie Menschen in Städten leben, damit wir verstehen können, wie sich Werte und Verhaltensweisen entwickeln. Nur so können wir Lösungen entwickeln, die die Bedürfnisse des städtischen Lebens heute und in Zukunft verbessern und erfüllen.

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